Was ist die Frühstartrente?
Die Frühstartrente soll ab 2027 einen neuen Einstieg in die private Altersvorsorge schaffen. Der Staat plant, für anspruchsberechtigte Kinder vom 6. bis zum 18. Lebensjahr monatlich 10 Euro in einen kapitalmarktbasierten Altersvorsorgevertrag einzuzahlen.
Über zwölf Jahre kommen damit 1.440 Euro staatliche Einzahlungen zusammen. Der eigentliche Vorteil liegt aber weniger in der Höhe des Zuschusses, sondern darin, dass das Geld sehr früh investiert wird und über viele Jahrzehnte vom Zinseszinseffekt profitieren kann.
Wie wird das Geld investiert?
Geplant ist, dass die Förderung in einen sogenannten Standarddepot-Vertrag Altersvorsorge fließt. Dabei soll das Kapital über Fonds beziehungsweise ETFs am Kapitalmarkt investiert werden. Eine völlig freie Auswahl beliebiger ETFs ist dabei nicht vorgesehen. Der jeweilige Anbieter gibt eine bestimmte Anlagestruktur mit unterschiedlichen Risikostufen vor.
Genau deshalb lohnt sich aus meiner Sicht ein genauer Vergleich. Auch wenn die Frühstartrente als einfaches Standardprodukt gedacht ist, wird es voraussichtlich Unterschiede bei den Anbietern geben. Dazu gehören unter anderem die eingesetzten Fonds, die Kosten, die Aktienquote und die konkrete Anlagestrategie.
Wie erhält man die staatliche Förderung?
Die staatliche Förderung soll über den jeweiligen Anbieter abgewickelt werden. Ein eigener Sparbeitrag der Eltern ist dafür nicht notwendig. Wer möchte, kann jedoch zusätzlich eigenes Geld einzahlen.
Ob das sinnvoll ist, lässt sich nicht pauschal beantworten.
Wie viel sollten Eltern zusätzlich einzahlen?
Die Frühstartrente ist langfristige Altersvorsorge. Das Geld ist also nicht dafür gedacht, mit 18 oder 25 Jahren für Führerschein, Studium, die erste Wohnung oder andere Wünsche verwendet zu werden.
Wer beispielsweise monatlich 100 Euro für sein Kind sparen möchte, sollte deshalb nicht automatisch den gesamten Betrag in die Frühstartrente einzahlen. Je nach Situation kann es sinnvoller sein, die staatliche Förderung mitzunehmen und zusätzlich ein flexibles Kinderdepot aufzubauen.
Wo liegt der Mehrwert einer persönlichen Betreuung?
Genau an dieser Stelle sehe ich den größten Mehrwert meiner Betreuung als Makler.
Mir geht es nicht darum, lediglich einen Frühstartrentenvertrag zu vermitteln. Viel wichtiger ist die Frage, wie der Vermögensaufbau für das Kind insgesamt sinnvoll gestaltet werden kann.
Dazu gehört für mich, verschiedene Anbieter und Anlagekonzepte zu vergleichen, die Kosten zu prüfen und gemeinsam festzulegen, welcher Teil des Sparbetrags langfristig für die Altersvorsorge gedacht ist und welcher Teil flexibel verfügbar bleiben sollte.
Auch die Situation der Eltern gehört für mich dazu. Es ist wenig sinnvoll, hohe Beträge für das Kind langfristig zu binden, wenn gleichzeitig Rücklagen fehlen oder die eigene Altersvorsorge der Eltern nicht ausreichend aufgestellt ist.
Was ist mit Kinderdepot und fondsgebundener Rentenversicherung?
Eine klassische fondsgebundene Rentenversicherung kann nach aktuellem Stand nicht einfach für die staatliche Frühstartrentenförderung genutzt werden. Vorgesehen ist hierfür der Standarddepot-Vertrag. Auch ein normales Kinderdepot reicht für die staatlichen 10 Euro nicht aus.
Was passiert, wenn Eltern keinen Vertrag eröffnen?
Wer keinen eigenen Vertrag eröffnet, soll die Förderung trotzdem nicht verlieren. Die staatlichen Beiträge sollen in diesem Fall zunächst kollektiv angelegt werden.
Trotzdem halte ich es für sinnvoll, sich aktiv mit dem Thema zu beschäftigen. Zwischen dem bloßen Erhalt der 10 Euro und einer langfristig durchdachten Strategie gibt es einen deutlichen Unterschied.
Meine Meinung zur Frühstartrente
Meine Meinung zur Frühstartrente ist grundsätzlich positiv. Ich finde es richtig, Kinder früh an langfristiges Investieren und den Kapitalmarkt heranzuführen. Gerade bei einem Anlagehorizont von mehreren Jahrzehnten ist Zeit einer der größten Vorteile.
Gleichzeitig sollte man die Frühstartrente realistisch einordnen. 10 Euro monatlich werden allein keine ausreichende Altersvorsorge schaffen. Sie sind ein sinnvoller Start.
Der größere Mehrwert entsteht für mich dann, wenn die Förderung Teil eines Gesamtkonzepts wird. Dazu können die Frühstartrente, ein flexibles Kinderdepot und die gesamte finanzielle Planung der Familie gehören.
Frühstartrente sinnvoll in die Gesamtstrategie einbauen
Genau dabei unterstütze ich meine Mandanten. Ich vergleiche die verfügbaren Möglichkeiten und entwickle gemeinsam mit den Eltern eine Strategie, die sowohl die langfristige Altersvorsorge als auch den flexiblen Vermögensaufbau des Kindes berücksichtigt.
Du möchtest wissen, wie du die Frühstartrente sinnvoll für dein Kind nutzen kannst?
Dann vereinbare gerne ein kostenfreies und unverbindliches Erstgespräch.
Hinweis: Stand 14. August 2026. Das Gesetzgebungsverfahren zur Frühstartrente ist noch nicht abgeschlossen. Einzelne Regelungen, Produkte und Konditionen können sich bis zur endgültigen Einführung noch verändern.
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